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Die
Erkennung von Gebärmutterhalskrebs ist sicher eines der besten Beispiele
des Erfolges, den der Nutzen der Zytologie hervorbringt. Diese Krebsart
wurde als erste nach systematischer Methode gesucht und ist in den Bevölkerungen,
die von gut organisierten Erkennungsprogrammen profitieren können deshalb
sehr rar geworden. In 95% der Fälle bilden sich die Karzinome (da es sich
um das Mantelepithel handelt) an der Überganszone zwischen dem Plattenepithel
und dem Zylinderepithel, mehr oder weniger beim Eingang der Endocervix,
"der Umwandlungszone" (siehe Bild). Daher ist es wesentlich, dass die Zellentnahme
für eine Erkennung auch an diesem Ort gemacht wird.
Das Plattenepithel, auch Pflasterepithel, oder (alter Ausdruck) Stachel-Zelluläres Epithel genannt besteht aus mehreren Zellschichten. Die Zellen der basalen Schicht sind eher klein und haben eine gerundete Form. Wenn das Epithel durch Hormone stimuliert wird, vermehren sich die Zellen und bilden mehrere Schichten, wobei sie während dem sie gegen die Oberfläche kommen grösser und polygonaler werden. Dies ergibt ein reifes, differenziertes Epithel. Diese Zellen enthalten Glycogen. Normalerweise enthalten Plattenepithelien der Schleimhaut kein Keratin wie die der Haut, deren oberste Schichten zum Beispiel völlig keratinisiert (verhornt) sind. Die Keratinproduktionist eine Art von Verteidigungs-, Schutzreaktion. Was
die Endocervix betrifft, so besitzt sie nur eine Schicht von zylindrischen,
länglich geformten Zellen, auf deren einen Seite der Zellkern und auf
der anderen eine Endplatte mit Flimmerhärchen sitzt. Diese sekretieren
den grössten Teil des Schleimes und ruhen auf einer diskreten Anordnung
von Reservezellen. Wenn das Plattenepithel des Gebärmutterhalses ziemlich
glatt ist, findet sich hingegen jenes der Endocervix in Krypten gefalten,
was an Drüsen erinnert. Das Endometrium ist von einem kubisch bis zylindrischen
Epithel tapeziert, welches auf einem dichten Stroma (Gerüst) ruht. Beide
sind sehr empfindlich auf hormonelle Effekte. |
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Die Reservezellen haben also das Können sich zweierlei zu verändern. Eine exzessive hormonale Stimulation kann eine Vermehrung der Zellen auslösen, und man weiss, dass eine starke mitotische Aktivität die Zellen anfälliger für Mutationen macht. Östrogen lässt die Plattenephitelien vermehren und Progesteron verursacht die Vermehrung der Zylinderepithelien und Reservezellen. Krebs, welcher aus Zylinderepithelien hervorgegangen ist nennt man Adenokarzinom, während aus den Plattenepithelien entsprungener Krebs Plattenepithelkarzinom genannt wird. Diese können sowohl gut als auch schlecht differenziert werden. Das Grad der Unterscheidung wird durch die Ähnlichkeit der tumoralen Zellen zu den normalen Zellen bestimmt. Gewisse Tumore sind so gut differenziert, dass die Unterscheidung der Bösartigkeitskriterien schwierig wird. Schlecht differenzierte Tumore nennen sich anaplastisch. Dem Plattenepithelkarzinom gehen von der Zytologie erkennbare Stadien vor. Die einfache HPV-Infektion (Human Papilloma Virus) lässt sich normalerweise, gut erkennen. Sie produziert charakteristische zelluläre Modifikationen: perinuklearer Hof, gummiertes Chromatin, Doppelkernigkeit, Amphophilie oder Verhornung. Weiter folgen die Dysplasien, welche sich anfänglich durch eine Desorganisation der Zellen im Gewebe manifestieren und weiter bis zu den Basalschichten vordringt, wodurch mehr oder weniger eine relevante Dicke des Epitheliums erreicht wird. In der Zytologie äussert sich eine Dysplasie vor allem durch Veränderung im Aspekt des Zellkerns. Der Zellkern vergrössert sich, die Kernplasmarelation ist zu Gunsten des Kerns verschoben, die Kernmembran wird unregelmässig, kann tiefe Kerben aufzeigen, das Chromatin vergröbert sich, wird granulär und bildet anschliessend verdickte Klumpen. Entwickelt sich eine Läsion in der Umwandlungszone, bzw.in der unreifen Plattenepithelmetaplasie, bleiben die Zellen zwar kleiner aber die Zellkernveränderungen sind dieselben. Wenn der Prozess nicht aufgehalten wird, wächst er bis zur Basalmembran ohne diese zu überschreiten und wird zum In situ Karzinom. Erst nach ein paar Jahren durchdringen, durch noch z.T. unerklärte Phänomene, die neoplastischen Zellen die Basalmembran, überwuchern das unten liegende Gewebe um danach Zugang zu den Gefässen zu erlangen und dann als Metastasen auszuschwärmen. Verschiedene Nomeklaturen beschreiben die Intraepithelialen Neoplasien:
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Wenn wir uns nicht gänzlich normalen Plattenepithelien gegenübergestellt sehen, diese jedoch auch nicht ganz die Kriterien einer Dysplasie erfüllen, ist es praktisch sie als ASC-US (Abnormal Squamous Cells of Undetermined Significance) oder AGUS (Abnormal Glandular Cells of Undetermined Significance ) zu bezeichnen. Diese kleinen Veränderungen, die vor allem im Zellkern beobachtet werden, können durch starke Entzündungen, einer Chlamydia-Infektion, einer hormonellen Stimulation, dem Beginn einer HPV- Infektion oder Degenerationserscheinungen verursacht sein. Es ist jedoch wichtig dies mitzuteilen, da die Veränderungen Vorzeichen für eine Dysplasie sein könnten. Die zylindrischen (glandulären) Dysplasien sind sehr schwer zu identifizieren, wo hingegen das Adenokarzinoma in situ des Gebärmutterhalses, das invasive Adenokarzinom des Gebärmutterhalses und des Endometriums, sowie die Adnexen ( Ovarien und Tuben) sich im Allgemeinen gut erkennen lassen.
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http://bethesda2001.cancer.gov/terminology.htmll ASC-US. Zu vergleichenmit den normalen Plattenepithelien im Artikel der Kriterien. Die Kerne zeigen eine leichte Kernvergrösserung aber sind noch sehr regelmässig trotz eines etwas betonterem Chromatin. Die zwei Zellen oben rechts sind normal. |
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Kondylome oder Papilloma Virusinfektionen oder LSIL. Zu beachten sind vor allem die Höfe um den Kern und die Doppelkernigkeit. Einige Zytoplasme weisen eine Amphophilie (zwei Farben) auf. Das Chromatin ist dunkel. | |||
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Leichte Dysplasie oder LSIL oder CIN 1. Die Kerngrösse und Plasmarelation ist etwas verschoben zu Gunsten des Kerns. Das Chromatin ist etwas gekörnt und di Zellkernränder sind leicht unregelmässig. | |||
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Deutliche Dysplasie oder HSIL oder CIN 3. Die Kerngrösse und Plasmarelation ist deutlich zu Gunsten des Kerns verschoben. Die Kerne sind eingebuchtet und das Chromatin ist viel gröber. | |||
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Dernière mise à
jour: le 31 janvier, 2004
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Pour en savoir plus: Gloor E, Shu YJ: Comprehensive Cancer Cytopathology of the Cervix Uteri. Color atlas of cancer cytopathology, vol 4. McGraw-Hill, New-York 1995. Meisels A, Morin C: Cytopathology of the Uterine Cervix. ASCP Press, Chicago 1990. Kurman RJ: Blauenstein's Pathology of the Female Genital Tract. Springer Verlag, Berlin 1987. Kurman RJ, Solomon D:The Bethesda System for Reporting Cervical/Vaginal Cytologic Diagnostic. Springer Verlag, Berlin 1994. Riotton G, Christopherson WM: Cytologie de l'appareil génital féminin. Classification Histologique Internationale de Tumeurs, No.8, OMS, 1973. Takahashi: Color Atlas of Cancer Cytology. Geor Thieme Verlag, 1981. Ikle FP, Shu YJ: Colour Atlas of Uterine Cancer Cytology. The People's Medical Publishing House, 1985.
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